Montag, 17. März 2008

Lieblingskochbuch

Da wir beim letzten Mal schon beim Thema Essen waren: was bei mir fast noch mehr Zeit in Anspruch nimmt wie das Kochen ist die Suche nach Kochbüchern, denn nur die wenigsten halten, was sie versprechen. Hier also mein Liebling, den ich nach fast 10 Jahren endlich gefunden habe:

Margit Proebst: einszwei: Wok!

Das Buch hat viele Vorteile. Es ist
  • handlich
  • geht schnell (theoretisch dauern alle Rezepte 20 Minuten, praktisch brauche ich doch ein bisschen länger)
  • einfach - alles ist simpel erklärt, es sind nicht viele Arbeitsschritte vorgesehen, da man meist mit TK-Gemüse arbeitet
  • die Mengenangaben sind für zwei Personen - damit entfällt für mich das Umrechnen
  • bietet exotische Rezepte
  • und vor allem schmeckt es super! Viele Leicht-Kochbücher haben den Nachteil, dass die Sachen eher fad sind, hier im allgemeinen nicht.
Seit dem Buch macht sogar meinem Freund das Kochen Spaß! Und es hat uns dazu gebracht, einen Wok zu kaufen.

Am Anfang gibt's eine Technik-, Material- und Zutatenkunde, außerdem Vorschläge, wie frau/man sehr exotische Zutaten durch gebräuchlichere ersetzt, manchmal Vorschläge, wie man das Rezept noch variieren kann - was will mensch mehr?

Meine besondere Empfehlungen sind:
  • Erdnuss-Hähnchen-Curry
  • Hähnchen-Wok mit Bambussprossen
  • Rindercurry mit Fisolen
  • Brokkoli und Austernpilze
  • Seelachs mit Curry-Fenchel
  • Schweinefilet mit Brokkoli
  • Lamm mit Spinat
  • Spinat mit Safran-Zwiebeln
  • Couscous mit Datteln
  • Reisnudeln mit Asia-Gemüse
  • Safran-Gemüsereis mit Mandeln (die letzten drei sind auch ideal, wenn der Magen etwas verstimmt ist)
Hoppla, das ist jetzt bald ein Drittel der Rezepte! Aber deswegen ist es ja auch das Lieblingskochbuch.

Es gibt noch zwei andere Kochbücher aus der Reihe, einszwei: Kochen! - auch ganz nett, aber bei weitem nicht so viele asiatische Rezepte, deswegen von mir kaum verwendet, und einszwei: Backen! - das habe ich ncoh nicht probiert.

Sonntag, 16. März 2008

Leichtes Essen in schweren Zeiten ;-)


Manchmal gibt es Zeiten, in denen frau/man einfach zu nichts kommt. Uni, Lernen, Arbeiten, etwas vorbereiten, übersiedeln, renovieren, all das nimmt so viel Zeit und Energie in Anspruch, dass die notwendigsten Dinge wie Wäsche waschen nur noch mit Mühe gemeistert werden und eigentlich auch notwendige, aber ersetzbare Dinge wie Kochen völlig auf der Strecke bleiben. Da werden es dann Mikrowellengerichte und Pizzaschnitten und die Sehnsucht nach einer richtigen Mahlzeit wächst, aber der Aufwand ist einfach zu groß. Für diese Fälle will ich jetzt einige Rezepte sammeln, die einfach zuzubereiten und gut aufzuwärmen sind und lecker schmecken. Und idealerweise noch wenig kosten. Damit die Lebensqualität nicht ganz unter die Räder kommt.

Und hier mal das erste Rezept in der Serie:

Masoor Dal

für 4 Personen, ca. 20 Minuten, 220 kcal (wen's interessiert):

200 g rote Linsen (Masoor Dal) - gibt's in Säcken zu kaufen, z.B. am Naschmarkt oder beim Prosi in der Burggasse
1 Stück frischer Ingwer (ca. 3 cm)
1 TL Kurkuma
3 EL Ghee (oder Butterschmalz oder Öl)
1 TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
1/4 TL Chilipulver
1 TL Koriander, gemahlen
3-4 Stängel Koriander

Linsen mit 1l Wasser in Topf zum Kochen Bringen
Ingwer schälen, reiben, mit Kurkuma und Salz zu Linsen geben
Linsen 10 min bei mittlerer Hitze weich kochen, dann vom Herd nehmen

Ghee in Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen, Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander und Chili 1 min unter ständigem Rühren anbraten - aufpassen, dass es nicht anbrennt, passiert recht schnell
Mit Linsen vermischen
Korianderblätter drüber streuen - fertig!

Beilagen: Reis, indisches Fladenbrot, Weißbrot

Lässt sich warm und kalt essen, mehrere Tage aufheben (am besten im Tupperware, sonst bildet sich oben eine Kruste). Einfrieren habe ich noch nicht probiert, geht aber sicher auch.

Es gibt unendlich viele Varianten von Masoor Dal, z.B. mit Tomaten, mit Kokosmilch, mit Zwiebeln oder auch mit Pak Choi, vielleicht poste ich noch ein paar. Außerdem gibt es das ganze auch als Suppe und es gibt es noch viele andere Dals, die auch sehr zu empfehlen sind. Ich habe dieses Rezept ausgewählt, da es relativ wenig Zutaten enthält und schnell geht, also mit wenig Aufwand verbunden ist und gut schmeckt. Außerdem ist es ein gutes Mitbringsel zu einem Fest, das sich mit allem kombinieren lässt. 5 Punkte!