
Manchmal gibt es Zeiten, in denen frau/man einfach zu nichts kommt. Uni, Lernen, Arbeiten, etwas vorbereiten, übersiedeln, renovieren, all das nimmt so viel Zeit und Energie in Anspruch, dass die notwendigsten Dinge wie Wäsche waschen nur noch mit Mühe gemeistert werden und eigentlich auch notwendige, aber ersetzbare Dinge wie Kochen völlig auf der Strecke bleiben. Da werden es dann Mikrowellengerichte und Pizzaschnitten und die Sehnsucht nach einer richtigen Mahlzeit wächst, aber der Aufwand ist einfach zu groß. Für diese Fälle will ich jetzt einige Rezepte sammeln, die einfach zuzubereiten und gut aufzuwärmen sind und lecker schmecken. Und idealerweise noch wenig kosten. Damit die Lebensqualität nicht ganz unter die Räder kommt.
Und hier mal das erste Rezept in der Serie:

Masoor Dal
für 4 Personen, ca. 20 Minuten, 220 kcal (wen's interessiert):
200 g rote Linsen (Masoor Dal) - gibt's in Säcken zu kaufen, z.B. am Naschmarkt oder beim Prosi in der Burggasse
1 Stück frischer Ingwer (ca. 3 cm)
1 TL Kurkuma
3 EL Ghee (oder Butterschmalz oder Öl)
1 TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
1/4 TL Chilipulver
1 TL Koriander, gemahlen
3-4 Stängel Koriander
Linsen mit 1l Wasser in Topf zum Kochen Bringen
Ingwer schälen, reiben, mit Kurkuma und Salz zu Linsen geben
Linsen 10 min bei mittlerer Hitze weich kochen, dann vom Herd nehmen
Ghee in Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen, Kreuzkümmel, gemahlenen Koriander und Chili 1 min unter ständigem Rühren anbraten - aufpassen, dass es nicht anbrennt, passiert recht schnell
Mit Linsen vermischen
Korianderblätter drüber streuen - fertig!
Beilagen: Reis, indisches Fladenbrot, Weißbrot
Lässt sich warm und kalt essen, mehrere Tage aufheben (am besten im Tupperware, sonst bildet sich oben eine Kruste). Einfrieren habe ich noch nicht probiert, geht aber sicher auch.

Es gibt unendlich viele Varianten von Masoor Dal, z.B. mit Tomaten, mit Kokosmilch, mit Zwiebeln oder auch mit Pak Choi, vielleicht poste ich noch ein paar. Außerdem gibt es das ganze auch als Suppe und es gibt es noch viele andere Dals, die auch sehr zu empfehlen sind. Ich habe dieses Rezept ausgewählt, da es relativ wenig Zutaten enthält und schnell geht, also mit wenig Aufwand verbunden ist und gut schmeckt. Außerdem ist es ein gutes Mitbringsel zu einem Fest, das sich mit allem kombinieren lässt. 5 Punkte!
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