
T und ich machen seit gestern eine Diät. Nach dem "Kaloriensparbuch" - habe alle Abnehmratgeber in der Buchhandlung einer 2stündigen Prüfung unterzogen und dann den gekauft, der am besten aussah. Also den, in dem die Rezepte lecker klangen, schön aussahen, aus relativ wenigen, einfach zu besorgenden Zutaten bestehen und angeblich nur 20 Minuten brauchen.
Gestern sind wir also in den Supermarkt und haben Lebensmittel für die ersten 2 Tage gekauft. (Das Buch macht Vorschläge für Frühstück, Snacks und Hauptspeisen + Kalorienangaben, für die erste Woche ist zur Gewöhnung ein Menüplan zusammengestellt.) Das interessante ist, dass wir viele Sachen gekauft haben, die wir normalerweise nie essen. Rote Rüben-Salat z.B. oder Sojasprossen. Walnussöl. Buttermilch (sättigt angeblich besonders, doch dazu später mehr).

Angeblich gibt es ja eine Studie, dass die meisten Leute im Alltag immer nur zwischen 10 Gerichten wechseln und bei uns könnte das auch hinkommen.
Spaghetti mit
- Thunfischsauce
- Fleischsauce
- Pilzsauce
- Gemüsesauce
Safranrisotto
Geschnetzeltes (mit Reis)
Curry (meistens mit Hühnerfleisch)
Gemüsereis
Fischfilet mit Reis
Sagte ich zehn?
Manchmal erklärt T, er hätte genug von Nudeln oder Reis und isst dann eine Woche nur Brote oder Salat mit Brot. Und ich ärgere mich dann und hole mir Junk Food. Das tue ich natürlich sonst auch. Oder ich gehe in die Mensa - buäh. In der Not frisst die Teufelin Fliegen.

So gesehen ist es ganz gut, dass mal Abwechslung auf dem Speiseplan steht. Dass allerdings fünf Mahlzeiten vorgesehen sind, von denen 2 bis 3 etwas aufwündiger sind, ist nicht gerade praktisch. Aber deswegen haben wir auch am Wochenende angefangen. - Am Ende standen 49,90 auf der Rechnung. Für 2 Tage! Da könnten wir gleich eine Luxusrestaurant-Diät machen.
Ein weiteres Problem ist, dass die Gerichte beim besten willen nicht satt machen. Nicht nur, dass wir jetzt pleite sind und stundenlang in der Küche stehen, wir sind auch noch hungrig! Das Buch hat uns nämlich darüber aufgeklärt, dass nicht nur die Sachen, von denen wir es ohnehin angenommen haben, wie Schweinsbraten, Schokolade und Chips viele Kalorien haben, sondern auch unsere üblichen Beilagen Nudeln, Reis und Brot. Bin gespannt, wie lange wir das durchstehen. (Ok, ich muss zugeben, ich hab mir heute, am zweiten Tag, bei der ersten Gelegenheit, nämlich in der Arbeit, gleich einen großen Cafe Latte und einen Schokomuffin gekauft. Aber vielleicht gelingt es mir, meine Ernährung insgesamt ein bisschen umzustellen.)
Schlecht schmecken die Sachen übrigens tatsächlich nicht. Besonders nett finde ich die Vorschläge fürs Frühstück, da meine Essensroutine da noch monotoner ist als bei den Hauptspeisen:
Daheim: Käsebrot
Auswärts (meistens): Topfengolatsche, Schocroissant, Pariser Kipferl (wenn ich figurbewusst sein will)
Ursprünglich war mein Neujahrsvorsatz ja Käsebrot statt Topfengolatsche auch an den Tagen, an denen ich arbeite, aber das hat merkwürdigerweise nicht funktioniert. Ich habe es einfach nicht geschafft, an den Arbeitstagen früh genug aufzustehen, um noch daheim zu essen. Vielleicht hatte ich auch keine Lust, ich weiß nicht. Heute hingegen bin ich gleich beim ersten Klingeln um 6.30 aus dem Bett, weil ich wusste, dass sich das Frühstück sonst nicht ausgeht. Hat mir auch sehr gut geschmeckt, hier das "Rezept":

1/2 Becher (100 g) Joghurt + 2 EL Haferflocken, 5 min einweichen lassen, dann 1 Banane (zerdrückt oder in Scheiben geschnitten) + 3 Datteln, in Stücke geschnitten, dazu. War ungewohnt, keinen zusätzlichen Zucker zu verwenden, aber trotzdem echt lecker.
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