www.ubermorgen.com
Eine Beschreibung eines ihrer Projekte findet sich auch in diesem Artikel aus der taz:
Eine Kostprobe aus dem Artikel:
Hans Bernhard, die eine Hälfte von ubermorgen.com, erklärt: "Es geht uns darum, das absolute Monopol von Google vorzuführen. Denn Google ist ein Synonym geworden für 'Suche', 'Interface', 'Dienstleistung' und 'Information'. So einen Giganten kriegst du nur durch die subversive Strategie parasitären Verhaltens in die Knie. Wir sind so ein Parasit, wir saugen Google von innen her aus."
Das funktioniert so: Google verdient vor allem damit Geld, kontextabhängige Werbeplätze auf Websites (AdSense) zu vermitteln. Werbung von Motorola etwa platziert Google auf der Seite eines Werbeplatz-Anbieters, auf dessen Seite es um Handys geht. Google ist also nur Mittler, kassiert Geld vom Werbekunden, zahlt aber auch an ebenjene Website-Betreiber, die AdSense auf ihrer Seite zulassen - bis zu einem Dollar pro Klick auf den Werbelink. Und hier dockt GWEI an: als ein komplexes Programm, das Google Klicks auf AdSense vorgaukelt. Und Google zahlt. Monatlich trudeln Schecks bei ubermorgen.com ein. Und die Künstler reinvestieren sofort: in Google-Aktien. Das Ziel ist: Irgendwann Google komplett zu besitzen. Nach derzeitigen Berechnungen wird das noch 3.443.287.037 Jahre dauern, aber der Anfang ist gemacht: GWEI hält zurzeit 45 Google-Aktien.
In einem anderen Projekt anlässlich der US-Wahl 2000 wollten sie WählerInnen ihre Stimme abkaufen und haben deswegen schon Ärger mit US-Medien und Anwälten bekommen. Großartig.Mensch trifft selten auf eine Kritik an herrschenden Verhältnissen, die so intelligent und so treffend ist. Hat mir viel Spaß gemacht, muss mir noch anschauen, was sie jetzt so am Laufenden haben.
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